• baenziger70

Veränderung - trotz inneren Widerständen


Der Frühling steht vor der Tür! Und der Frühling ist nicht nur in der Natur, sondern auch für uns selbst eine prima Zeit, um etwas Neues anzufangen. Damit wir aber diesen Raum für etwas Neues schaffen können, müssen wir uns im Klaren sein, dass wir dafür zuerst einiges gehen lassen müssen.


Ich werde dir diese Woche einige Anregungen geben, um eventuelle Hindernisse zu überwinden, einfach damit anzufangen.

Nächste Woche werde ich mich dann dem Thema Detox widmen. Um einfacher unsere Sachen loszulassen, die uns belasten, kann das körperliche Loslassen nämlich auch sehr hilfreich sein.




Vielleicht ist der Frühling schon einige Male an dir vorbeigezogen und vielleicht willst du schon seit mehreren Jahren so richtig aussortieren, denn mindestens die Hälfte von dem, was du hast, brauchst du nie, magst du nicht oder nicht mehr und deine Wohnung ist schlichtweg nicht dafür gemacht, so viele Gegenstände zu beherbergen… aber irgend etwas hindert dich immer an deinem Vorhaben. Jedes Mal, wenn du anfangen willst, kommt etwas dazwischen und du merkst, dass du einfach keine Zeit dafür hast.


Zeitmangel. Oder könnte auch etwas anderes dahinterstecken? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass, wenn ich ehrlich zu mir selbst bin, meist etwas tieferliegendes hinter dem Grund Zeitmangel steckt. Ich muss nur den Mut und die Geduld aufbringen, dahin zu schauen.


Ein tieferer Grund könnte ein Widerstand oder sogar eine Angst vor Veränderung sein.


Da ist einmal die Veränderung, die in deiner Umgebung, deinem Zuhause stattfinden könnte: manche Gegenstände kommen weg, andere waren jahrelang in einer Kiste und kommen nun ans Tageslicht, manche finden einen neuen Platz in deinem Haus.


Meist sind aber nicht die Veränderungen im Außen die gefürchteten, sondern eher diejenigen in deinem Inneren. Was wird das mit dir machen? Wie fühle ich mich, wenn ich mit dem teuren Kaschmirmantel oder der damals modernsten Laufuhr konfrontiert werde, die ich kaum benutzt habe?


Vielleicht gehörst du zu den Menschen, die Veränderungen skeptisch gegenüberstehen, weil sie das Unbekannte, das Unsichere bedeuten. Selbst, wenn dir nicht alles an deiner sicheren Welt gefällt, ziehst du sie einer neuen, unbekannten vor. Das würde nämlich bedeuten, aus deiner Komfortzone herauszukommen und neue Gewohnheiten, neue Wege zu erkunden… Damit bist du keineswegs allein!


Unser Gehirn mag nichts mehr als bekannte Abläufe und Denkmuster, deshalb ist es für viele eine große Hürde, sich an Neues zu wagen.

Was werde ich verlieren?, fragst du dich. Oft vergisst du jedoch zu fragen, was du gewinnen könntest.



Ich möchte dir einige Aspekte zum Nachdenken geben, die es dir vielleicht leichter machen, den ersten Schritt ins Neue zu wagen:



☀︎ Bedenke erstens, dass die Welt von der Veränderung lebt! Wie wir wissen, ist das einzig Beständige die Veränderung. Wir sehen es täglich: es wird Tag, es wird Nacht. Nach dem Sommer kommt der Herbst und dann der Winter. Die Früchte wachsen, werden geerntet und nach einer Ruhephase beginnt der Zyklus von vorne. Die Natur ist ein Spiegel dieser Veränderungen. Nur wir Menschen wollen manchmal krampfhaft an etwas festhalten. Go with the flow, anstatt dich dagegen zu stemmen und vieles wird dir leichter fallen!



☀︎ Zweiter Gedanke: wenn du eine Veränderung vor Augen hast, kommt sie dir manchmal so groß vor. Beispielsweise ein Leben ohne versus ein Leben mit Kindern, ein Leben als Angestellte gegenüber einem Leben als Selbständige oder eben eine chaotische gegenüber einer aufgeräumten Wohnung. Wenn du aber begreifst, dass alles ein Prozess und ein Schritt-für-Schritt-Wachsen ist, dann ist das Projekt auf einmal nicht mehr so furchteinflößend. Wenn du jeden Tag einen Schritt gehst, bist du in ein paar Monaten enorm weitergekommen.

Das Geheimnis ist also: deine Ziele, deine Vision vor Augen zu haben und Schritt für Schritt den Prozess anzugehen.

Und beim Aufräumen in deinem Zuhause kommt noch ein gewichtiger Vorteil dazu: es ist keine unendlich andauernde Aufgabe. Du nimmst jeden Gegenstand einmal in die Hand und entscheidest, ob er bleibt oder geht und wenn du alle durch hast, ist dein Aufräum-Festival geschafft!





☀︎ Drittens, wenn du einen Anfang gewagt hast, werde mutiger! Du kannst diese Reise spielerisch angehen, Sachen ausprobieren. Wenn dir etwas nicht gefällt, kannst du immer wieder zu deinem Status Quo zurück. Ich ermutige zum Beispiel meine Kund*innen, die KonMari-Faltmethode auszuprobieren. Wenn sie merken, dass sie diese Art nicht mögen, können sie sie leicht wieder rückgängig machen und alle Textilien wieder falten wie zuvor.



☀︎ Bedenke viertens, dass nicht nur die in deinem Haus sichtbaren, sondern auch die inneren Veränderungen, die dieser Prozess nach sich zieht, positiver Natur sind! Es bedeutet immer Öffnung und die Beschäftigung mit dir selbst. Dies kann durchaus schmerzhafte Seiten an sich haben (zum Beispiel, wenn du dich mit Erinnerungsstücken an Menschen beschäftigst, die nicht mehr am Leben sind). Wenn du diesen reinigenden Prozess jedoch zulässt, dann wird das Neue, das daraus entsteht, immer besser sein als der alte Zustand. Wachstum ist immer positiv!


Mit diesen Gedankenanstößen möchte ich dich ausdrücklich ermutigen, deine Aufräum- oder anderen Veränderungsprojekte anzustoßen! Tipps, wie du den Loslaß-Prozess unterstützen kannst, gibt es nächste Woche! Aber erstmal wünsche ich dir eine gute Zeit zum Reflektieren!


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